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Komfortabel zwitschern
Der erfolgreiche Internet-Kurznachrichtendienst Twitter teilt vier Jahre nach seiner Einführung immer noch die Internetnutzer im vehemente Verfechter und ebenso heftige Kritiker: eine unglaubliche Zeitverschwendung für diese, eine Offenbarung für jene. Und können 106 Millionen Nutzer weltweit irren?
Die Twitter-Fans haben nun jedenfalls wissenschaftliche Unterstützung erhalten: Eine Studie des südkoreanischen Kaist-Forschungszentrums belegt, dass keineswegs nur Belanglosigkeiten gezwitschert werden. Alle 4262 Trendthemen aus dem Beobachtungszeitraum wurden analysiert - von den Top-20-Themen waren 18 politische Nachrichten. Twitter entpuppt sich somit als die schnellste Quelle wichtiger Neuigkeiten.
Die Benutzeroberfläche von twitter.com selbst ist allerdings trotz jüngster Updates noch relativ spartanisch in ihren Möglichkeiten. Mittlerweile gibt es jedoch zahlreiche Tools, die interessante neue Funktionen bieten:
Tweetdeck: plattformunabhängiger Client
Das kostenlose Programm Tweetdeck erlaubt es, in einer komfortablen Benutzeroberfläche mehrere Accounts gleichzeitig zu pflegen. Tweets, öffentliche @-Ansprachen, Direktnachrichten, Übersichten zu Suchbegriffen - alles wird in parallelen Spalten übersichtlich dargestellt. Ein weiterer Clou: Tweetdeck läuft auf Windows, Linux, Mac, iPhone und iPad gleichermaßen. Durch einen eigenen Tweetdeck-Account kann man die Voreinstellungen bei mehreren Rechnern synchronisieren. Allerdings stellt das Programm recht hohe Anforderungen an die Systemressourcen. Auf älteren Rechnern sollte es daher mit Vorsicht eingesetzt werden.
Twitter-Tools im Browser
Wer Installationen auf dem eigenen System vermeiden möchte, findet auch online interessante Add-ons: Somelemonade.com beispielsweise lädt die Videos und Fotos, zu denen die abonnierten Nutzer verlinken, auf eine einzige Website und erspart es dem Nutzer, dutzende Links einzeln anzuklicken.
Die eigene Zeitung
Dieser Ansatz wird noch weiter verfeinert von paper.li: Der Dienst erstellt eine Tageszeitung aus den verfolgten Tweets. Blogeinträge, Bilder, Videos und Trendthemen aus der eigenen Timeline erscheinen in einem angenehmen, zeitungsähnlichen Bildschirmformat - ein guter Service für alle, die es sich nicht leisten können, den ganzen Tag ihre Twitternachrichten am Bildschirmrand mitzuverfolgen.
Twitparade
Zum Schluss sei noch isparade.jp erwähnt: Das vollkommen zweckfreie, aber ausgesprochen hübsche Tool lässt die Profilbilder der Nutzer, die zum eingegebenen Suchwort posten, in einer lustigen Parade über den Bildschirm marschieren, während sie ihre Tweets auf Transparenten schwenken. Sicher kein Tool, das die alltägliche Arbeit erleichtert, aber allemal beeindruckend anzuschauen.
Verlosung: Sagen Sie uns unter Ihre Meinung zu Twitter! Können Sie nicht mehr ohne Twitter leben oder finden Sie den Dienst völlig irrelevant?
Unter allen Einsendern verlosen wir vier Ratgeber-Kartensets von Heragon zu verschiedenen Themen wie "Wirtschaftkrise" oder "Small-Talk im Beruf". Schicken Sie einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Verlosung“ an Expert-News@peoplepark.de
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| Analyse | Softwareentwicklung |
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Apple und Adobe kämpfen – wir verlieren
Das Internet hätte seine unvergleichliche Erfolgsgeschichte nicht geschrieben, hätte es auf jedem Computer nur in Teilen funktioniert. Man setzt sich an einen fremden Rechner und weiß nicht, ob die Lieblingswebsites dort funktionieren werden? Undenkbar, aber möglicherweise genau das, was uns in Zukunft bevorsteht – denn die großen Player der Softwarebranche rüsten zum Formatkrieg.
Offen ans Licht getreten ist der lang schwelende Konflikt durch die Weigerung von Apple, das Adobe-Format Flash auf dem iPad zuzulassen. Apple-Chef Steve Jobs wettert gegen die Technik, weil sie instabil sei und ein Ressourcenfresser. Adobe antwortet, die Vorwürfe seien falsch – vielmehr wolle Apple auf diesem Weg kontrollieren, welche Software auf den Geräten läuft.
Neue Geräte verschlimmern das Problem
Beim iPhone ist der Verzicht auf Flash eben noch erträglich, da das Display für eine intensive Internetnutzung ohnehin zu klein ist. Beim iPad hingegen, das durch das große Display viel besser für Surftouren durchs World Wide Web geeignet ist, fällt dies viel stärker ins Gewicht.
Natürlich gibt es eine Alternative: den neuen HTML 5-Standard. Aber es ist recht kühn, dass ein einzelnes Unternehmen von Websitebetreibern in aller Welt die Neuprogrammierung ihrer fertigen Sites erwartet. Unglücklicherweise hat Apple in dem neuen Massenmarkt mobiler Endgeräte eine solch herausragende Stellung, dass diese Forderung nicht einmal abwegig erscheint. Die Folge: Wer auf das iPad will, muss HTML 5 einsetzen. Wer darauf verzichten kann, wird sich die Arbeit sparen.
Babylonische Sprachverwirrung
Doch nicht nur bei der Entwicklung für das Web, sondern auch bei Programmierung von Applikationen gibt es Probleme. Apple schreibt andere Programmiersprachen vor als beispielsweise Google für Android-Smartphones. Wer mit seinen Entwicklungen auf beiden Plattformen präsent sein will, muss viel überflüssige Doppelarbeit leisten.
Das Ärgerliche daran ist, dass nicht technische Hürden, sondern Unternehmensstrategien Entwicklern und Nutzern das Leben schwer machen. Zynisch könnte man sagen, dass die IT-Branche vom Hickhack der Großen sogar profitiert, denn die so verursachte Mehrarbeit schafft auch zusätzliche Stellen. Besser für alle wäre es jedoch, wenn diese Ressourcen stattdessen in neue, zukunftsweisende Projekte fließen könnten.
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Sprechen Sie iConji?
Durch das World Wide Web sind große Teile der Weltbevölkerung nur noch wenige Mausklicks voneinander entfernt. Distanzen werden bedeutungslos – die neue große Herausforderung sind die Sprachbarrieren. Um einen weltweit sprachunabhängigen Austausch zu ermöglichen, hat das US-Start-up Over the Sun die Bildersprache iConji geschaffen.
iConji basiert auf Piktogrammen, also Symbolen, die Informationen in einer vereinfachten grafischen Darstellung transportieren. Ein und dasselbe Bild wie beispielsweise „Haus“ bedeutet je nach Einsatz auch „wohnen“ oder „bewohnt“. Bei jedem Bild kann mit zwei Klicks hinterlegt werden, ob es ein Substantiv, Verb oder Adjektiv bezeichnet und ob es für Vergangenheit, Gegenwart oder Zukunft steht. Die dabei entstehenden Bilderreihen sind sprachunabhängig für jeden Nutzer weltweit lesbar.
(Leicht zu lernen)
Die Handhabung ist sehr einfach: Im Webbrowser oder auf dem iPhone stellt man die Nachricht für einen anderen Nutzer zusammen. Die häufigsten Begriffe – ich, du, wir, ihr, sie, Smileys, Frage, Ausruf, Zeitangaben und Ähnliches – liegen in sechs kleinen Sammlungen bereit, jeweils mit einem Klick erreichbar. Eine weitere Sammlung zeigt mathematische Zeichen, die letzte seltener gebrauchte Begriffe. Aus diesem Pool stellt man seine Nachricht zusammen. Die genaue Position des Symbols muss man nicht auswendig kennen, dabei hilft die Suchfunktion.
(Neue Wörter schaffen)
Und was passiert, wenn ein Symbol gebraucht wird, das es noch nicht gibt? iConji ist eine offene, wachsende Gemeinschaft. Jeder Nutzer kann eigene Symbole schaffen und der Allgemeinheit zur Verfügung stellen. Dabei kann er Namen und Entstehungsgeschichte hinterlegen und sich so ein kleines, quadratisches Denkmal setzen.
(Die Sprache der Zukunft)?
Bleibt die Frage, wen man mit iConji erreichen kann. Der Service ist erst im Mai 2010 gestartet, naturgemäß ist der Nutzerkreis also noch überschaubar. Die ersten Gehversuche bringen einen großen Spaßfaktor mit sich, aber der langfristige Erfolg hängt sicherlich davon ab, ob die Sprache einen echten Mehrwert bietet. Die Chance dafür liegt in den weltweiten sozialen Netzwerken: Eine Facebook-Einbindung gibt es bereits. iConji könnte das Mittel sein, mit dem sich Nutzer über für sie bedeutende Themen austauschen – sei es das neue Album von Tokio Hotel oder die Rettung vor der Klimakatastrophe.
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Was bedeutet eigentlich ...
... Tester?
Der Tester (oder auch Softwaretester) ist mit seiner Arbeit Teil der Softwareentwicklung und prüft die Software in allen Phasen der Produktion auf Funktionalität, Fehler und Kompatibilität mit den jeweiligen Systemen.
Zusammen mit der Softwareentwicklung werden Testpläne erarbeitet und das Vorgehen abgestimmt beziehungsweise die Tests durchgeführt. Wichtig ist dabei, dass die Tests nicht von den Entwicklern selbst durchgeführt werden. Fehler werden auch nicht korrigiert, sondern in einem Protokoll erfasst. Auf dieser Basis nehmen die Entwickler die notwendigen Verbesserungen vor.
Vor der Inbetriebnahme der Software wird ein Abnahmetest durch den Kunden, auch als UAT (User Acceptance Test) bekannt, durchgeführt. In vielen Unternehmen gibt es jedoch keine ausreichenden Ressourcen, um die Software gründlich auf Herz und Nieren zu prüfen. Mittlerweile haben daher mehrere Unternehmensberatungen unabhängige Softwaretests in ihren Dienstleistungskatalog aufgenommen.
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