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| Mehrwert | Gedächtnistraining |
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Eselsbrücken für Pi
Wollten Sie schon immer die ersten zweihundert Stellen von Pi auswendig können? Selbst wenn nicht, kommt man immer wieder in die Situation, größere Informationsmengen auswendig beherrschen zu müssen. Die Lösung bieten Methoden zum Gedächtnistraining, auch Mnemotechniken genannt (Mneme, griechisch für "Erinnerung"), die schon in der Antike beschrieben wurden.
Assoziationstechnik
Erfinden Sie eine Geschichte, in der die Elemente Ihres Lernstoffs in der richtigen Reihenfolge vorkommen. Je emotionaler, lustiger, ekliger, erregender, absurder Ihre Geschichte ist und je mehr Sinne sie anspricht, desto besser werden Sie sich daran erinnern.
Sie benötigen Milch, Fisch, Wurst und Käse? Dann schwimmen Sie in einem See aus Milch, bis ein Fisch kommt und ihn leertrinkt. Sie nehmen eine große Wurst in die Hand und jagen damit den davonrennenden Fisch, bis er als Entschuldigung ein Paket Käse unter der linken Seitenflosse hervorzieht. Sie schließen Frieden und essen gemeinsam den Käse.
Stellen Sie sich diesen Ablauf bildlich vor: Natürlich ist die Geschichte absurd, aber vor dem Supermarktregal können Sie den Film erneut ablaufen lassen und werden sich sicher wieder erinnern, was Sie mitnehmen wollten. Je mehr Sie üben, desto schneller werden Ihnen einprägsame Assoziationen einfallen!
Ersatzworttechnik
Die Assoziationstechnik ist die Grundlage für komplexere Mnemotechniken wie die Ersatzworttechnik. Diese hilft, wenn Sie keine direkte Assoziation zum Lernstoff haben, beispielsweise bei Fremdwörtern oder beim Vokabellernen. Dann zerlegen Sie ein Fremdwort in ähnlich klingende Bestandteile und drehen geistige Filme mit den Bestandteilen und der Bedeutung. Aus "Etikette" wird folgende Geschichte: Queen Elisabeth hat einen Tick. Sie fängt an zu zwinkern, greift nach ihrer Kette und läuft rot an, wenn jemand sich beim Essen schlecht benimmt.
Loci-Methode
Bei dieser Technik geht es darum, große Informationsmengen in der richtigen Reihenfolge zu erlernen: Stellen Sie sich einen gut bekannten Weg vor, beispielsweise durch die Straße, in der Sie wohnen. Die markanten Wegpunkte verknüpfen Sie mittels Assoziationen zu einprägsamen Filmen. So können Sie ganze Bücher lernen: jedes Haus ein Kapitel, jedes Zimmer ein Unterabschnitt, jeder Gegenstand im Zimmer eine Einzelinformation.
Zahlen memorieren
Auch große Zahlen können Sie so lernen: Entwerfen Sie ein Haus mit zehn Zimmern und wählen Sie in jedem Zimmer zehn Gegenstände aus, die Sie bei einem mentalen Spaziergang in immer derselben Reihenfolge ablaufen können. Jetzt haben Sie einhundert Gegenstände fest mit Zahlen verknüpft. Wenn Sie nun wirklich die ersten hundert Stellen von Pi lernen möchten, zerlegen Sie sie in Zweiergruppen und entwerfen Sie einen spannenden Film, in dem die entsprechenden Gegenstände in der richtigen Reihenfolge vorkommen.
Bei allen Mnemotechniken gilt: Übung macht den Meister - und es macht Spaß, denn Sie werden sich eine Menge interessanter Geschichten ausdenken!
Weitere Informationen und Übungen finden Sie beispielsweise unter www.mnemotechnik.info.
Wenn Sie spielerisch ein wenig üben möchten, nehmen Sie doch an unserer Verlosung teil:
Wir verlosen drei Exemplare des Pocket-Quiz "Gedächtnistraining" mit 50 kniffligen Konzentrations- und Denksportübungen, erschienen im moses Verlag.
Schicken Sie einfach eine E-Mail mit dem Betreff „Verlosung“ an Expert-News@peoplepark.de
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| Analyse | Tablet-Rechner |
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Technik kurios: WePad gegen iPad
David gegen Goliath: Kann das kleine deutsche Unternehmen Neofonie dem Apple-Konzern Paroli bieten? Diese Frage beschäftigte im April die Technik-Medien. Die Vorschusslorbeeren waren groß; die Geschichte war zu gut: Linux-Software, USB-Anschlüsse und weitere Ports, Multitasking – das Wunderprodukt sollte dem iPad in vieler Hinsicht nicht nur ebenbürtig, sondern überlegen sein.
Geplatzter Bluff vor den Augen der Welt
Die erste Präsentation dürfte als peinlichstes Fiasko des Jahrzehnts in die IT-Geschichte eingehen: Vor versammelter Presse demonstrierte der Neofonie-Geschäftsführer ein Gerät, auf dem eine Demo der wichtigsten Funktionen lief. Nur durfte niemand das Gerät ausprobieren. Der Touchpad sei ausgeschaltet, damit nicht jeder damit herumspielt, so die seltsame Auskunft.
Erst einen Tag später machte ein findiger Blogger auf einem Video der Veranstaltung eine Windows-Fehlermeldung auf dem Bildschirm aus. Das Unternehmen musste kleinlaut zugeben, dass auf dem präsentierten Gerät lediglich ein Windows-Demo-Film lief. Es sei zu spät aus dem Zoll gekommen, um die WePad-Software aufzuspielen.
Neue Überraschung: Das WePad gibt es wirklich
Nun stellten die Medien spöttisch alle Fragen, die vorher angebracht gewesen wären: Wer ist dieses Unternehmen überhaupt? Können die eigentlich Hardware? Ist alles ein großer Fake? Dann überraschte Neofonie die Branche allerdings aufs Neue: Dieses Mal mit der Präsentation eines funktionierenden WePads, zweifellos auf Linux-Basis und mit fast ausgereifter Software. Fazit der Presse: vielversprechend. Das kleine deutsche Unternehmen kann es doch!
Chancen und Schwächen
Doch über den Erfolg des Geräts werden nicht die Medien entscheiden, sondern die Käufer. Und ob diese das germanische Wundertablett schätzen werden, ist nicht sicher, obwohl das Gerät tatsächlich einige Vorteile gegenüber dem iPad bieten soll. Denn die angekündigten Preise für das WePad von 450 bzw. 570 Euro liegen nur knapp unter denen, die das Apple-Gerät voraussichtlich kosten wird. Dabei ist der Nutzwert der neuen Geräteklasse immer noch fraglich – noch ist nicht klar, ob die Pads mehr sind als Freizeitspaß und nettes Accessoire. Wer jedoch bereit ist, annähernd 500 Euro für ein Statussymbol auszugeben, wird vermutlich eher zum Apple-Produkt greifen.
Neueste Nachrichten der iPad-Konkurrenz: Amazon vertreibt das WePad zunächst bis zur Markteinführung exklusiv. Die Vorbestellungen können sich sehen lassen. Seit acht Tagen ist das WePad in den Top 100 der Elektronik-Bestseller bei Amazon. Ob das deutsche WePad eine Chance gegen das iPad hat, bleibt jedoch fraglich. In einer Umfrage der Fachzeitung Internet World Business steht es bei momentan 337 Befragten fast fifty-fifty.
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OpenOffice.org: vom Geheimtipp zur Standardlösung
Für zwei Jahrzehnte war „Textverarbeitung“ gleichbedeutend mit Word. Tabellenkalkulation hieß Excel und das Präsentationsprogramm war Powerpoint. Mittlerweile gibt es jedoch eine hochwertige Alternative – und diese ist plattformunabhängig und kostenlos. Letztres macht OpenOffice besonders für Freelancer und kleinere Firmen attraktiv, kostet eine Lizenz für Microsoft Office doch um die 500 Euro. Das Open-Source-Programmpaket OpenOffice.org versammelt Alternativprogramme, die dasselbe leisten wie Word, Excel und Powerpoint. Dazu kommen eine Datenbank-Komponente, ein Formelsatz-Editor sowie ein Zeichenprogramm.
Arbeiten mit vertrauter Oberfläche
Obwohl dieses Programmpaket kostenlos und ausgereift ist, zögern viele Unternehmen bei der Einführung. Lange Zeit sprach der nötige Schulungsaufwand dagegen, denn die Bedienung ist dem MS Office-Paket zwar sehr ähnlich, aber nicht identisch.
Diese Begründung verliert allerdings an Tragfähigkeit, seit Microsoft selbst die Benutzeroberfläche seiner Programme tiefgreifend verändert hat. Die Umstellung von Menüs auf die Multifunktionsleiste am oberen Bildschirmrand zwingt jeden Computernutzer dazu, die Bedienung von Grund auf neu zu lernen. Wer die alte MS Office-Oberfläche beherrscht und sich diesen Aufwand ersparen möchte, findet in OpenOffice.org ein aktuelles Programmset, das sich einfacher bedienen lässt.
Plattformunabhängig seit Version 3.2
Als weiterer Kritikpunkt galt, dass die Plattformunabhängigkeit nicht vollständig umgesetzt war: Auf Mac OS X lief OpenOffice.org bis zur Version 2.4 nur als Emulation. Seit Version 3.0 gibt es aber eine native Mac-Variante. Die meisten Kinderkrankheiten dieser neuen Fassung wurden mit der jüngsten Programmversion vom Februar 2010 geheilt, so dass das Programm problemlos auf Windows, Linux, Max OS X und Solaris läuft.
Kompatibilität der Dokumente
Die Standardfunktionen von Tabellenkalkulation und Textverarbeitung sind dabei voll kompatibel mit den immer noch weit verbreiteten Microsoft-Programmen: OpenOffice.org kann die Microsoft-Formate sowohl problemlos lesen als auch speichern. Für ausgefeiltere Anwendungen sind der Kompatibilität jedoch (noch) Grenzen gesetzt: So sind beispielsweise Makros nicht eins zu eins übertragbar, und bei Powerpoint-Dokumenten kann es zu Problemen bei Animationen kommen. Wer daher sichergehen möchte, dass seine Präsentationen auf einem fremden Rechner laufen, sollte die portable USB-Stick-Version von OpenOffice.org bei sich haben.
Download unter www.openoffice.org
Weiterführender Link:
Ein Projektbericht: Die Münchner Stadtverwaltung hat 15.000 Computerarbeitsplätze auf OpenOffice.org umgestellt
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Was bedeutet eigentlich ...
... Back-up und Recovery?
„Ein Back-up zu machen“ gehört zu den ersten Dingen, die Computeranfänger lernen – meist nachdem sie versehentlich eine wichtige Datei übergespeichert haben. In diesem Kontext ist mit Back-up meist gemeint, eine zweite Fassung der Datei unter anderem Namen abzuspeichern, auf die man zurückgreifen kann, falls man mit den Änderungen unzufrieden ist und den Urzustand wiederherstellen möchte.
Back-ups in weit größerem Maßstab gehören jedoch zu den Pflichtaufgaben jedes seriös arbeitenden Unternehmens: Datensicherungen werden also immer dort ausgeführt, wo keine Daten verloren gehen dürfen. Meistens werden dazu in regelmäßigen, kurzen Abständen die seit der letzten Sicherung veränderten Daten – oder auch die kompletten Daten – auf ein transportables Medium kopiert, beispielsweise Magnetbänder oder externe Festplatten. Bei sehr wichtigen Daten werden diese an einen anderen, sicheren Ort ausgelagert. Unter den Begriff Back-up versteht man also die Sicherung der bereits aktiven Daten.
Beim Recovery werden beschädigte oder verlorene Daten dann vom Back-up-Medium wieder zurück auf die Festplatten im Unternehmen übertragen.
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